Die Ainur: Unterschied zwischen den Versionen
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Eru Ilúvatar, der Eine, erschuf die Ainur - die Heiligen -, noch bevor die Welt erschaffen war. Sie sind Geistwesen, Sprößlinge seiner Gedanken. Sie waren maßgeblich am Bau der Welt beteiligt, sind aber nicht allwissend - das ist nur Eru Ilúvatar. <br>(vgl. SIL S. 13 ff). | Eru Ilúvatar, der Eine, erschuf die Ainur - die Heiligen -, noch bevor die Welt erschaffen war. Sie sind Geistwesen, Sprößlinge seiner Gedanken. Sie waren maßgeblich am Bau der Welt beteiligt, sind aber nicht allwissend - das ist nur Eru Ilúvatar. <br>(vgl. SIL S. 13 ff). | ||
Zu den Ainur zählen die Valar und die Maiar. Die Valar sind die "Großen" unter den Ainur. Die Maiar sind von gleicher Art wie die Valar, doch minderen Ranges; sie bilden das Gefolge der Valar, ihre Diener und Gehilfen. <br>(vgl. SIL S. 27, 35) | Zu den Ainur zählen die [[#aufeinenblickvalar|'''Valar''']] und die [[#aufeinenblickmaiar|'''Maiar''']]. Die Valar sind die "Großen" unter den Ainur. Die Maiar sind von gleicher Art wie die Valar, doch minderen Ranges; sie bilden das Gefolge der Valar, ihre Diener und Gehilfen. <br>(vgl. SIL S. 27, 35) | ||
J.R.R. Tolkien beschreibt in dem von seinem Sohn herausgegebenen Werk ''Das Silmarillion'' in wundervollen Worten die Entstehung "seiner" Welt und den Anteil der Ainur daran sowie auch die Valar selbst und einige der Maiar. Das Lesen lohnt sich! Sehr lesenswert und interessant sind auch die zusammenfassenden Informationen auf tolkiengateway.net, beispielsweise zu den [https://tolkiengateway.net '''Ainur''']. Aus diesen Gründen verzichte ich hier auf weitergehende Ausführungen und beschränke mich auf die gelegentlichen "Auftritte" bestimmter [[#aufeinenblickvalar|'''Valar''']] und [[#aufeinenblickmaiar|'''Maiar''']] in der <span style="font-variant:small-caps;">Blutschuld</span>-Reihe. | J.R.R. Tolkien beschreibt in dem von seinem Sohn herausgegebenen Werk ''Das Silmarillion'' in wundervollen Worten die Entstehung "seiner" Welt und den Anteil der Ainur daran sowie auch die Valar selbst und einige der Maiar. Das Lesen lohnt sich! Sehr lesenswert und interessant sind auch die zusammenfassenden Informationen auf tolkiengateway.net, beispielsweise zu den [https://tolkiengateway.net '''Ainur''']. Aus diesen Gründen verzichte ich hier auf weitergehende Ausführungen und beschränke mich auf die gelegentlichen "Auftritte" bestimmter [[#aufeinenblickvalar|'''Valar''']] und [[#aufeinenblickmaiar|'''Maiar''']] in der <span style="font-variant:small-caps;">Blutschuld</span>-Reihe. | ||
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* Der kostbare, weiße Marmor von Amans Westküste wirkt wie reingewaschen von Niënnas kristallklaren Tränen | * Der kostbare, weiße Marmor von Amans Westküste wirkt wie reingewaschen von Niënnas kristallklaren Tränen | ||
=== MELCOR === | |||
==== Melcor in [[EIN SCHIMMER HOFFNUNG|'''Ein Schimmer Hoffnung''']] ==== | |||
Morgoth (so nach dem Raub der Silmaril genannt), | |||
ursprünglicher Name Melcor (einst der Größte der Valar), | |||
im Silmarillion Melkor geschrieben, in Mittelerde als | |||
Morgoth bekannt | |||
Das war lange bevor Melcor, der abtrünnige Vala*, aus | |||
seiner drei Zeitalter andauernden Gefangenschaft in Námos | |||
Kerker entlassen wurde und bald darauf begann, in | |||
heimlichem Neid und Hass auf alles Schöne und Gute den | |||
Frieden Valinors zu vergiften – unmerklich zunächst für uns | |||
Eldar und für lange Zeit unbemerkt selbst von den Valar. | |||
Doch war auch ich nicht imstande, Melcors Tücke zu | |||
durchschauen und Fëanáros beängstigende Veränderung als | |||
Folge dessen hinterhältiger Einflussnahme zu verstehen. | |||
Bereitwillig schenkte er Melcors niederträchtigen Lügen | |||
Glauben, seine jüngeren Halbbrüder wollten die ihm durch Erstgeburt zustehenden Vorrechte an sich reißen und seinen | |||
Platz einnehmen. Dies alles – so die bösartigste Verleumdung Melcors – gehe vonstatten unter den billigenden | |||
Augen der Valar, denen lediglich daran gelegen sei, die von | |||
Fëanáro erschaffenen und unter schwerem Verschluss | |||
gehaltenen Silmarilli in ihren Besitz zu bekommen. | |||
Freilich tat Melcor solche Äußerungen nicht öffentlich | |||
kund; heimlich nahm er sich jeden zur Seite und flüsterte | |||
ihm, für niemand anderen vernehmbar, jene bösen Dinge | |||
ein, deren vielleicht schon vorhandenen Keim tief | |||
verborgen im Inneren seines Opfers er zu erkennen | |||
imstande war. Die Saat ging auf. Niemand ahnte, dass | |||
Melcor nur eigene Interessen verfolgte. | |||
Schließlich kam es so weit, dass Fëanáro ganz offen | |||
aufrührerische Reden gegen die Valar führte und, als | |||
traurigen Höhepunkt des von Melcor vorangetriebenen | |||
Bruderstreits, sein Schwert gegen Nolofinwë richtete. | |||
Damit hatte er, vor den Augen aller, Frieden und Recht | |||
Valinors gebrochen. Und obgleich Nolofinwë ihm diese Tat | |||
verzieh, wurde er für die Dauer von zwölf Jahren aus Tirion | |||
verbannt. | |||
bevor die Zeit von Fëanáros Verbannung abgelaufen war, | |||
offenbarte Melcor sein wahres Gesicht, seine wahren | |||
Absichten | |||
== Maiar in der <span style="font-variant:small-caps;">Blutschuld</span>-Reihe == | == Maiar in der <span style="font-variant:small-caps;">Blutschuld</span>-Reihe == | ||
Version vom 21. Februar 2026, 14:42 Uhr
Allgemeines
Eru Ilúvatar, der Eine, erschuf die Ainur - die Heiligen -, noch bevor die Welt erschaffen war. Sie sind Geistwesen, Sprößlinge seiner Gedanken. Sie waren maßgeblich am Bau der Welt beteiligt, sind aber nicht allwissend - das ist nur Eru Ilúvatar.
(vgl. SIL S. 13 ff).
Zu den Ainur zählen die Valar und die Maiar. Die Valar sind die "Großen" unter den Ainur. Die Maiar sind von gleicher Art wie die Valar, doch minderen Ranges; sie bilden das Gefolge der Valar, ihre Diener und Gehilfen.
(vgl. SIL S. 27, 35)
J.R.R. Tolkien beschreibt in dem von seinem Sohn herausgegebenen Werk Das Silmarillion in wundervollen Worten die Entstehung "seiner" Welt und den Anteil der Ainur daran sowie auch die Valar selbst und einige der Maiar. Das Lesen lohnt sich! Sehr lesenswert und interessant sind auch die zusammenfassenden Informationen auf tolkiengateway.net, beispielsweise zu den Ainur. Aus diesen Gründen verzichte ich hier auf weitergehende Ausführungen und beschränke mich auf die gelegentlichen "Auftritte" bestimmter Valar und Maiar in der Blutschuld-Reihe.
Valar
Vollständige Aufzählung laut Valaquenta (SIL S. 27):
- Manwë, Höchster der Valar, und seine Gemahlin Varda
- Ulmo
- Aulë und seine Gemahlin Yavanna
- Oromë und seine Gemahlin Vána
- Námo (zumeist Mandos genannt) und seine Gemahlin Vairë
- Irmo (zumeist Lóriën genannt) und seine Gemahlin Este
- Tulkas und seine Gemahlin Nessa
- Niënna (Schwester von Mandos und Lórien)
- (Melkor, wird nicht mehr zu den Valar gezählt)
Maiar
Unvollständige Aufzählung laut Valaquenta ("Ihre Zahl ist den Elben nicht bekannt") (SIL S. 35) einschließlich OC's:
- Eonwë
- Ilmare
- Melian
- Olórin
- Osse und seine Gemahlin Uinen
Allgemeines
Die erste grünfarbige Infobox enthält allgemeine Informationen zu den Ainur
Auf einen Blick
In den beiden anderen grünfarbigen Infoboxen werden die Valar und die Maiar aufgelistet. Die Liste der Valar ist im Gegensatz zu der der Maiar vollständig - weitere Valar gibt es nicht. Hingegen erlaubt es mir das kanonisch unvollständige Wissen über die Maiar, in der Blutschuld-Reihe eigene Figuren (OC's (own character) einzuführen.
Valar in der Blutschuld-Reihe
MANWË
Manwë in Ein Schimmer Hoffnung
Hier erfahren wir:
- Er ist der mächtigste der Valar
- Er wird auch "Höchster der Valar", "Manwë Súlimo" und "Herrscher von Arda" genannt
- Arda (die Welt) ist sein Königreich
- Seine Gemahlin ist die Valie Varda
- Von ihm stammt die "Weissagung des Nordens" (der Fëanor und alle ihm folgenden Noldor betreffende Urteilsspruch oder Fluch)
- Er verfügt über geflügelte Boten
- Er gewährte den ins Segensreich heimkehrenden Elben von neuem seine Liebe und der Fluch kam zur Ruhe
ULMO
Ulmo in Ein Schimmer Hoffnung
Hier wird der Vala Ulmo nur ein Mal erwähnt:
- Eine seiner Maiar ist Uinen, die Gemahlin Ossës
AULË
Aulë in Ein Schimmer Hoffnung
Hier erfahren wir:
- Aulë ist ein Schmied und Meister der Handwerke und Künste
- Seine Gemahlin ist die Valie Yavanna, der er offensichtlich alles berichtet
- Einst hat er die Kette Angainor geschmiedet, mit der Melkor drei Zeitalter lang in Mandos‘ Kerker gefesselt wurde
- Nur er selbst darf den kostbaren, weißen Marmor aus dem Steinbruch an der Westküste Amans herauslösen
- Nerdanel und ihr Vater Mahtan bezeichnen ihn in Gesprächen oder Gedanken über ihn gern als den "großen Aulë"
- "Bei Aulës Hammer!" ist ihnen ein geflügelter Ausruf
- Aulë war Mahtans Lehrmeister in der Kunst der Metall- und Steinbearbeitung
- Er riet Mahtan von einer Beteiligung an der Rebellion der Noldor gegen die Valar ab
- Er zog in den Krieg gegen Morgoth und kämpfte dort (so die Vermutung Nerdanels) in seiner Lichtgestalt (hingegen erscheint er bei seiner siegreichen Rückkehr nach Aman in Gestalt eines mächtigen Kriegers; Nerdanel möchte dies irgendwann in Stein verewigen)
- Er ließ sich von Mahtan in den Krieg des Zorns begleiten, allerdings unter anderen Umständen, als Iswindë annimmt (s. Disput im Kapitel "Iswindës Klage" - dort beweist Aulë auch Nachsicht und schenkt den Elben Trost)
- Er erlaubte Mahtan, an seiner Seite aus Morgoths Eisenkrone das Halseisen zu schmieden, mit dem dieser an Angainor gekettet und in die Zeitlose Leere hinausgestoßen wurde
YAVANNA
Yavanna in Ein Schimmer Hoffnung
Hier erfahren wir:
- Yavanna ist "Spenderin der Früchte" und "Herrin des Erdreichs"; sie wird auch Yavanna Kementári genannt
- Ihr Gemahl ist Aulë
- Zuweilen besucht sie Iswindë und nimmt zu diesem Anlass die Gestalt einer grüngewandeten Noldo an
- Sie scheint mit Iswindë eng befreundet zu sein, da sie (wohl aus Mitleid, wie Mahtan vermutet) ihr Informationen weitergibt, die sie selbst nur von ihrem Gemahl Aulë erfahren haben kann
- Außerdem weiß sie von einer baldigen Wiederkehr von Iswindës Sohn zu berichten
- Sie hat sich nicht am Krieg des Zorns beteiligt
MANDOS
Mandos in Ein Schimmer Hoffnung
Hier erfahren wir:
- Mandos ist der "Herr der Geister", "Hüter der Hallen der Erwartung" und "Schicksalsrichter"
- Er wird Mandos genannt nach dem Ort seines Wohnsitzes; sein eigentlicher Name ist Námo
- Sein Name erscheint zumeist in Zusammenhang mit "Mandos' Hallen" ("Hallen der Erwartung", "Hallen der Toten"), dem Ort in Aman, wohin die Fëar der Gefallenen gehen
- Bekannt ist er auch als Manwës Bote, der den Noldor die "Weissagung des Nordens" als Fluch und Urteilsspruch verkündete.
- Die Weissagung wird auch als "Mandos' Fluch" bezeichnet und ist im gleichnamigen Kapitel von "Ein Schimmer Hoffnung" wortwörtlich aus der Quenta Silmarillion SIL S.114, 115 wiedergegeben
- Nerdanel weiß nun, dass Mandos' Fluch über alle ihre Söhne gekommen ist
- In "Mandos' Kerker" hielt man Melkor einst drei Zeitalter lang gefangen
LÓRIËN
Lóriën in Ein Schimmer Hoffnung
Wir erfahren:
- Sein Name erscheint hier nur in Zusammenhang mit "Lóriëns Gärten" ("Traum-Land"), auch "Gärten von Lóriën genannt, bekannt als der schönste Ort in Arda
- In "Lóriëns Gärten" kommen Eldar, Maiar und selbst die Valar, um sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen)
- Mahtan meint, auch Iswindë wäre einmal gut beraten gewesen, in "Lóriëns Gärten" zu wandeln, doch sie mochte sich für keinen
einzigen Tag von Nerdanel, ihrem kleinen Mädchen, trennen
NIËNNA
Niënna in Ein Schimmer Hoffnung
Hier erfahren wir:
- Niënna ist die "Herrin des Mitleids und der Trauer"
- Mahtan erinnert sich nach seiner Reinkarnation daran, wie seine Fëa weinend in Niënnas Armen lag, bis die tröstliche Tränenflut der Valië alles Leid von ihm abgewaschen hatte
- Der kostbare, weiße Marmor von Amans Westküste wirkt wie reingewaschen von Niënnas kristallklaren Tränen
MELCOR
Melcor in Ein Schimmer Hoffnung
Morgoth (so nach dem Raub der Silmaril genannt), ursprünglicher Name Melcor (einst der Größte der Valar), im Silmarillion Melkor geschrieben, in Mittelerde als Morgoth bekannt
Das war lange bevor Melcor, der abtrünnige Vala*, aus seiner drei Zeitalter andauernden Gefangenschaft in Námos Kerker entlassen wurde und bald darauf begann, in heimlichem Neid und Hass auf alles Schöne und Gute den Frieden Valinors zu vergiften – unmerklich zunächst für uns Eldar und für lange Zeit unbemerkt selbst von den Valar.
Doch war auch ich nicht imstande, Melcors Tücke zu durchschauen und Fëanáros beängstigende Veränderung als Folge dessen hinterhältiger Einflussnahme zu verstehen.
Bereitwillig schenkte er Melcors niederträchtigen Lügen Glauben, seine jüngeren Halbbrüder wollten die ihm durch Erstgeburt zustehenden Vorrechte an sich reißen und seinen Platz einnehmen. Dies alles – so die bösartigste Verleumdung Melcors – gehe vonstatten unter den billigenden Augen der Valar, denen lediglich daran gelegen sei, die von Fëanáro erschaffenen und unter schwerem Verschluss gehaltenen Silmarilli in ihren Besitz zu bekommen.
Freilich tat Melcor solche Äußerungen nicht öffentlich kund; heimlich nahm er sich jeden zur Seite und flüsterte ihm, für niemand anderen vernehmbar, jene bösen Dinge ein, deren vielleicht schon vorhandenen Keim tief verborgen im Inneren seines Opfers er zu erkennen imstande war. Die Saat ging auf. Niemand ahnte, dass Melcor nur eigene Interessen verfolgte.
Schließlich kam es so weit, dass Fëanáro ganz offen aufrührerische Reden gegen die Valar führte und, als traurigen Höhepunkt des von Melcor vorangetriebenen Bruderstreits, sein Schwert gegen Nolofinwë richtete. Damit hatte er, vor den Augen aller, Frieden und Recht Valinors gebrochen. Und obgleich Nolofinwë ihm diese Tat verzieh, wurde er für die Dauer von zwölf Jahren aus Tirion verbannt.
bevor die Zeit von Fëanáros Verbannung abgelaufen war, offenbarte Melcor sein wahres Gesicht, seine wahren Absichten