FËANOR und NERDANEL: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 19:26 Uhr

Auf einen Blick
Fëanor
Rufname
  • Curufinwë (Quenya)
  • So verlangte er angesprochen zu werden
  • Bevor er diesen Namen erhielt, wurde er oft einfach mit Finwion angesprochen (Sohn Finwës)
Vatername
  • anfangs Finwë (wie der Vater selbst)
  • später Curufinwë (geschickter Finwë)
Muttername
  • Fëaro (Quenya)
  • Nur seine Mutter (Míriel Serinde) sprach ihn so an. Später dürfen ihn auch Nerdanel und ihre Familie beim Mutternamen nennen.
auf Sindarin
  • anor (Feuergeist)
Amt und Titel
  • Noldóran (Quenya) - König der Noldor (Titel von ihm beansprucht nach Finwës Tod VJ 1495)
  • Er starb, bevor er in Mittelerde ein Reich gründen und dort Hoher König der Noldor in Mittelerde werden konnte
hauslos
  • ab VJ 1497
Wohnstätte
  • anfangs Unsterbliche Lande
  • VJ 1497 kurz Mittelerde
  • seit VJ 1497 Mandos' Hallen
Fähigkeiten
  • Denn der Gewaltigste unter allen Kindern Ilúvatars war Feanor an allen Gliedern von Leib und Geist, an Kühnheit, an Beharrlichkeit, Schönheit, Wissen und Kunst, List und Kraft, und eine helle Flamme brannte in ihm. Die Wunder, die er zum Ruhme Ardas hätte schaffen können, vermochte nur Manwe halbwegs zu ermessen. (SIL S. 129)
Wesensart
  • Der Tüchtigste mit Wort und Hand und gelehrter als seine Brüder; sein Geist brannte wie eine Flamme (SIL S. 77)
  • stolz, arrogant
  • hitzköpfig
  • starrköpfig
  • mehr und mehr ins Negative umschlagend ab VJ 1400 Die Verderbnis Feanors: Von allen Werken Melkors eines der bösesten (SIL S. 129)
Vorlieben
  • hetero
Blut
  • 100% Noldo
Vater
  • Finwë (König der Noldor in Aman)
Mutter
  • Míriel Þerindë
Geschwister
  • Findis (jüngere Halbschwester)
  • Fingolfin (jüngerer Halbbruder)
  • Írimë (jüngere Halbschwester)
  • Finarfin (jüngerer Halbruder)
Körperbau (SIL S. 82)
  • groß
Haar (SIL S. 82)
  • rabenschwarz
  • lang
Augen
  • durchdringend klare Augen (SIL S. 82)
  • Farbe sehr helles, leuchtendes Grau
Besonderheiten
  • schön und gebieterisch von Angesicht, rege und beharrlich in allem, was er unternahm (SIL S. 82)
versprochen
  • Nerdanel hat sich ihm versprochen, indem sie zusagte, auf ihn zu warten, bis er alt genug sei
verlobt
  • mit Nerdanel
vermählt
  • mit Nerdanel
  • räumliche Trennung durch seine Verbannung nach Formenos
  • endgültige Trennung durch seine Flucht aus Aman
angeheiratete Familie
Kinder
  • Sieben Söhne
Freunde
  • Keine. Denn Feanor wurde nur vom Feuer des eigenen Herzens getrieben, und stets arbeitete er emsig und allein; und Hilfe und Rat hat er von keinem je erbeten, der in Aman lebte, ob groß oder klein, nur von der klugen Nerdanel, seiner Gemahlin, und auch von ihr nur für kurze Zeit. (SIL S. 85)
Sonstiges (SIL S. 101 ff)
  • von ihm stammt der sog. "Eid Fëanors"
  • überredete 90 Prozent der Noldor zur Rebellion gegen die Valar und zum Auszug aus Aman
  • initiierte den Ersten Sippenmord in Alqualonde
  • fällt unter Mandos' Fluch
Auf einen Blick
Nerdanel
Name
  • Nerdanel (Quenya)
auch genannt
  • die Kluge
  • die Weise
behaust
  • seit Geburt
Wohnstätte
  • Unsterbliche Lande
Fähigkeiten
  • begnadete Steinbildhauerin
  • kann Gestein "lesen"
Wesensart
  • willensstark
  • geduldig
  • verstehend
Vorlieben
  • hetero
Blut
  • 100% Noldo
Vater
Mutter
Geschwister
sonstige Verwandte
  • weitläufige Verwandtschaft mütterlicher- und väterlicherseits
Körperbau
  • kräftig aufgrund ihrer schweren, körperlichen Tätigkeit
  • ausgeprägte Muskulatur
  • breite Schultern und Hüften
Haar
  • dunkel
  • ein kräftiges Rot-Braun
  • widerspenstig
  • kräuselt sich gern
Augen
  • dunkelbraun
Teint
  • zartes Rosa, gern zu kräftigem Rot wechselnd
Besonderheiten
  • sie entspricht nicht dem gewohnten Bild einer anmutigen Noldo
  • sie zählt nicht zu den Schönsten
versprochen
  • hat sich selbst Fëanor versprochen, indem sie auf ihn wartete, bis er alt genug war
verlobt
  • mit Fëanor
vermählt
  • mit Fëanor
  • räumliche Trennung durch seine Verbannung nach Formenos
  • endgültige Trennung durch seine Flucht aus Aman
Kinder
  • Sieben Söhne
Sonstiges
  • hat Fëanors Eid nicht geleistet
  • ist ihm nicht nach Mittelerde gefolgt
  • fällt nicht unter Mandos' Fluch

Auf einen Blick

Als festes kanonisches Paar erhalten Fëanor und seine Gemahlin Nerdanel eine gemeinsame Seite hier im Blutschuld-Wiki.

Die grünfarbigen Infoboxen zeigen die beiden Charaktere Fëanor und Nerdanel in der Blutschuld-Reihe. Sie geben den jeweiligen Wissensstand über die Charaktere aus den bislang veröffentlichten Fanfiktions wieder. Eine Aktualisierung erfolgt also mit jedem neuen Blutschuld-Band.

Nerdanel

Nerdanels Rolle in "Ein Schimmer Hoffnung" ist eine tragende. Sie hat hier die Hauptrolle inne, denn sie ist es, die uns die Geschichte erzählt.

Alles in der zehn Kapitel umfassenden Haupthandlung erfahren wir nur durch sie, durch ihre Augen und Ohren: die Gespräche mit dem Vater, der des Morgens von den Hallen der Erwartung zurückkehrt ist; die Erinnerungen, die sie größtenteils nicht laut werden lässt; ihr reiches Innenleben, das sich - der Zeitdauer eines Elbenlebens gemäß - nicht gern drängen lässt und zu Innehalten und Haften in der Vergangenheit neigt. Wir erleben sie aber auch bei sehr spontanen Reaktionen und dem heftigen Ausleben von Schmerz und Frustration.

So können wir durch sie einen Blick auf die Anfänge ihrer Beziehung zu Fëanor (in "Ein Schimmer Hoffnung" durchgängig mit dem Mutternamen "Fëanáro" bezeichnet) werfen, auf ihre gemeinsame Freude über die Kinder und Nerdanels besondere Zuneigung zu ihrem Jüngsten, aber auch auf den ersten Schatten, den die Namensgebung für die Zwillinge auf ihr Glück wirft. Und natürlich wird sie ihr ganzes, unsterbliches Leben lang an die von Morgoths Verrat verursachte Verdunklung Valinors denken müssen und welch unheilvolle Entwicklung dieser abtrünnige Vala nicht nur im Großen, sondern letztlich auch in Nerdanels Familie bewirkte - bis hin zur völligen Entfremdung der beiden Eheleute und einer Trennung für immer.

Unmittelbar durch ihre Augen erleben wir ihre geniale Handwerkskunst in der Praxis, aber auch ihre Niederlagen. Mit ihr gehen wir in ihres Vaters Hallen der Steinbearbeitung und wandeln in ihrer Mutter Gärten. Mit ihr stehen wir auf den Landungsbrücken des Schwanenhafens und feiern die siegreiche Rückkehr der Flotte vom Krieg des Zorns, spüren aber auch die Enttäuschung, dass der Vater nicht unter den Heimkehrern ist. Durch ihre Ohren dürfen wir uns die Strafpredigt ihrer Mutter anhören, die sich nicht scheut, sich mit dem großen Aulë anzulegen.

Nerdanels Figur in Zusammenspiel mit der ihres Vaters macht es auch möglich, Kenntnis von weit zurückliegenden und sich fern von Aman zugetragenen Ereignissen aus zweiter Hand zu erlangen - wie den Tod Fëanáros und ihrer Söhne, darunter auch den besonders tragischen ihres Lieblings Ambarto, den Tod ihres Bruders und dessen bis dato nicht bekannte und umso überraschendere Beteiligung an diversen Geschehnissen.

Nerdanel hat zweifellos die wichtigste Rolle in "Ein Schimmer Hoffnung" inne.

Als Ich-Erzählerin enthebt sie mich zudem der Verantwortung, ansonsten die Dinge aus meiner doch sehr begrenzten und subjektiven Sicht schildern zu müssen. Nein, es ist und bleibt ihre Geschichte, ihre Freuden, ihre Leiden. *augenzwinker*

Fëanáro

Das meiste, was wir hier über Fëanáro erfahren, hören wir von der Erzählerin Nerdanel, und das ist - so betrachtet - auch "subjektiv" gefärbt. Trotzdem zeichnet uns Nerdanels Geschichte, vor allem im Zusammenspiel mit den Epigraphen, ein insgesamt rundes, stimmiges Bild von dem "Größten der Noldor".

Als Knabe von nur wenigen Jahren von seinem königlichen Vater höchstpersönlich in Mahtans Lehre gebracht, zeigen sich rasch seine ungeheuren Begabungen. Darüber hinaus bezaubert er das ganze Haus mit seiner naturgegebenen Schönheit, die sich so sehr abhebt von Mahtans Familie. Kein bisschen seiner späteren Arroganz und Selbstüberschätzung ist da noch zu spüren, vielmehr ist er ein liebenswürdiger, zuvorkommender Knabe, der es versteht, sich völlig neidlose Freunde und Bewunderer zu schaffen und Mahtan so sehr für sich einzunehmen, dass dieser sogar insgeheim ihn anstelle des eigenen Sohnes wünscht.

Wir lesen, wie aus der anfangs kameradschaftlichen Beziehung mit Nerdanel, der Tochter seines Lehrmeisters, schließlich eine Ehe wird. Bei einem (zufälligen?) Wiedersehen nach Jahren der Trennung entbrennt in Nerdanel Liebe für den Jüngling, der er zwischenzeitlich geworden ist. Ob Fëanáro ihre Gefühle gleichermaßen erwidert, bleibt offen. Er spricht ihr gegenüber lediglich von Kindern, die er sich von ihr wünscht. Diese kommen dann auch in reichlicher Zahl, und wer weiß, vielleicht ist dieser Kindersegen nur das Ergebnis von Fëanáros Leidenschaft, die sich im Zusammenleben mit Nerdanel bei ihm in körperlichem Verlangen ausdrückt. Eine Zeitlang mag dies für ein gemeinschaftliches Glück der Eheleute ausreichen, doch spätestens mit der Namensgebung für die Zwillinge zeigt sich die Störanfälligkeit einer solchen Grundlage, und Nerdanel ahnt da bereits, dass keine weiteren Kinder mehr folgen würden (während Fëanáro ganz und gar nicht abgeneigt wäre).

Nerdanel sollte Recht behalten - es kommen keine weiteren Kinder mehr, und Fëanáro beginnt sich immer mehr in eine andere Richtung zu entwickeln, weg von Nerdanel, weg von seiner ursprünglich so liebenswerten Art, die auch Fröhlichkeit und Lachen kannte und sogar Bereitschaft zeigte, Rat anzunehmen, insbesondere von Nerdanel. Die Abneigung gegen seine Stieffamilie wächst und wird dabei zunehmend von Melcor, dem abtrünnigen Vala, geschürt. Als er aufgrund eines Fehlverhaltens aus der Heimat verbannt wird, zeichnet sich das Scheitern seiner Ehe ab: Nerdanel kommt nicht mit ihm, sondern zieht sich ins Haus ihres Vaters zurück. Ganz offenkundig wird das Scheitern der Ehe wenige Jahre später, als Fëanáro offen gegen die Valar rebelliert und mit den meisten der Noldor Aman für immer verlässt: Auch diesmal bleibt Nerdanel zurück.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass in "Ein Schimmer Hoffnung" die in Tolkiens Werk Das Silmarillion so maßgebliche Figur Feanors zwar in ihrem unveränderten, kanonischen Kontext gezeigt wird, ihr gleichzeitig aber neue Aspekte hinzugefügt werden - oder sollte ich sagen: "hinzugedichtet"?


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